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 Das Konzept

 

Gemeinsamkeit und Verlässlichkeit im Alltag

Der Wohnhof in Kastellaun ist mit der Erfahrung verbunden, dass kleine, aber konkrete Verlässlichkeiten eine große Bedeutung für unsere Lebens- und Alterssituationen haben.

An Beispielen begann die Diskussion

So erzählte z.B. eine Frau mit 83 Jahren, dass Nachbarn klopfen, wenn ihre Fensterläden ab 10 Uhr noch geschlossen sind, oder wenn sich die Zeitungen im Briefkasten häufen. Bei Abwesenheit eines Nachbarn sieht man nach dem Haus und Grundstück. Auto fährt sie nicht mehr, trotzdem kommt sie öfters in die Stadt.

Alltägliche kleine Verlässlichkeiten, die  Erfahrungen aus langjährigen freundschaftlichen Beziehungen, möchten wir für die konkrete Vision Wohnhof Kastellaun einfangen und für unser Leben gewinnen. 

Keine Insel der Glückseligkeit

Unser Wohnhof ist keine Insel der Glückseligkeit oder das Ergebnis eines missionarischen Eifers, sondern vermittelt jedem die Erkenntnis, Gewinner zu sein.

Mit unserem Wohnhof verbinden wir Gemeinsamkeit, lachen, Trauer im Leid, Abwehr von Schaden und gegenseitige Hilfe, Aufmerksamkeit füreinander, Individualität, Entscheidungsfreiheit, keine ideologische Enge, Freude am Leben in jeder Altersstufe und Abenteuer im Alltag.

Kern des Zusammenlebens

Nach einer intensiven Diskussion haben wir für unsere gemeinsame Freiheit in einer Wohnhofgemeinschaft  wichtige Grundlagen gewonnen.  Sie  bilden den Kern des Zusammenlebens. Wir werden daran weiterarbeiten.

Wir legen Wert darauf, dass wir unsere Entscheidungen einvernehmlich finden und mittragen.

Dabei achten und fördern wir die Individualität unserer Partnerinnen und Partner. Dort wo die Freiheit des anderen begrenzt wird, endet die eigene Freiheit und verpflichtet uns zum Gespräch.

Gemeinsame Arbeit auf dem Wohnhof, so zum Beispiel auch Urlaub, Studienreisen, Berichte, Teilhabe an persönlichen und familiären Ereignissen und unterschiedliche, auf die Ziele des Wohnhofes ausgerichtete Beiträge geben dem Vertrauen neue Nahrung und verhüten ein Erkalten von Beziehungen.

Wir wollen uns unterstützen ohne uns zu überfordern .

Wir möchten, dass Zukunftsangst, Angst vor Krankheit, Verlust von Eigenbestimmung, vermindert werden kann.
In den konkreten Situationen unseres Lebens hoffen wir, Entscheidungen finden zu können, die dem Einzelnen die Gewissheit  der Geborgenheit in der Gemeinschaft  gibt. Dies sollte auch dann Geltung haben, wenn wir erkennen müssen, dass professionelle Hilfe notwendig wird. 

Wohnhof nutzt Synergieeffekte

Der Wohnhof nutzt Synergieeffekte, die im baulichen Konzept begründet sind.

 Die Bedeutung eines Gemeinschaftsraumes

Wir haben uns entschieden, einen Gemeinschaftsraum anzulegen und zu finanzieren. Wir verbinden damit im wesentlichen zwei Aspekte: Förderung des Zusammenlebens im Wohnhof und Öffnung des Wohnhofes nach außen.

Wir wissen, dass viele Fragen des Zusammenlebens immer wieder neu besprochen und gelöst werden müssen.

Der Gemeinschaftsraum bietet uns die Möglichkeit zur Aufnahme von Außenkontakten. Wir verhindern eine mögliche Isolierung oder auch die Entwicklung zur ausschließlichen Beschäftigung mit uns selbst.

Wir nehmen neue Informationen auf und haben dafür den notwendigen Raum. Wir lernen Geselligkeit behalten, wir öffnen unsere Interessen für andere Menschen jeden Alters. Wir gewinnen und behalten die politische Verantwortung für uns und unsere Gesellschaft.

Voraussetzungen

Wir bilden eine GbR, um so unseren gemeinsamen Verpflichtungen nachkommen zu können.

Ort und Grundstück

Das Grundstück  (2 200 qm) liegt in Kastellaun am Nordwestrand des Baugebietes „Am Ring – Gödenrother Fußpfad“ und nahe zum Stadtzentrum. 

Eine Parzellierung auf die einzelnen „Gründungseignerinnen und -eigner“ ist nicht vorgenommen worden.

 5 Wohnbereiche, auf einem anteilig finanzierten, aber nicht parzelliertem oder abgegrenztem Grundstück, wurden gebaut. 

Architekt war Bernd König aus Kastellaun. 

Bauwünsche

Was war uns wichtig?

- Ökologische Baumaterialien

- Hell, lichtdurchflutet

- Behindertengerechtes Erdgeschoß mit Wohn-,Schlafbereich und Nasstrakt

- gemeinsame Pelletheizung

- Zisterne

- Fotovoltaikanlage

- großzügige Tiefgarage

- barrierefreier Hof

- gemeinsame technische Anlagen

 

Zeitschiene

2002 Entscheidung zum Wohnhof

2002 Beginn Architektenplanung und Bauvorbereitung

bis 31.12.2002 Bauantrag bei der Stadt Kastellaun 

Frühjahr 2003  Baubeginn

Dezember 2003 erster Bezug

Frühjahr 2004  Abschluss  


Anmerkungen

1. Jeder verantwortet sein Haus als Sondereigentum

2. Keine Nutzung von Fördermitteln

3. Die Häuser sind unterschiedlich

4. Gemeinschaftseigentum soll sein:

– gesamter Grund und Boden

– Garage, Stellplätze

– Heizung/Versorgungsanlagen

– Ökologische Techniken

– gesamte Gartenanlage

– Gemeinschaftsraum mit Küche und WC

– Innenhof

5. Wir tragen die rechtliche, finanzielle und steuerliche
    Verantwortung für das Gemeinschaftseigentum.

6. Bei Tod und Verkauf eines Objektes soll die
    Wohnhofgemeinschaft ein Mitspracherecht haben.


Stand 1. März 2010

 
Wohnhof Kastellaun | info@wohnhof-kastellaun.de